Bibliothek der Zukunft

Bibliothek
der
Zukunft

Bachelorarbeit visuelle Kommunikation

Die Bibliothek der Zukunft ist eine komplexe Fragestellung mit unzähligen, bereits existierenden, Lösungsansätzen. Meist stellt man sich unter diesem Begriff revolutionäre technologische Entwicklungen vor, jedoch kann diese Fragestellung auch in einer nahen Zukunft untersucht werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Bedürfnisse von heute, die Bibliothek von morgen konzipieren. 

Die Arbeit setzt sich, in Kollaboration mit der Mediathek Basel, mit dem aktuellen Kontext einer Schweizer Bibliothek auseinander. In einer Welt der Informationsüberflutung und Googlerecherchen verfolgt eine Bibliothek vielmehr einen kuratorischen Anspruch und versucht Interessierten einen möglichen Einstieg, in ein jeweiliges Themengebiet, zu geben. Ein Verständnis für Klassifizierung und Sortierungslogik des Bestands sind nötig, um sich in der Umgebung bestmöglichst zurechtzufinden und Limitationen der Verschlagwortung zu verstehen. Einen besonderen Mehrwert bieten private Sondersammlungen und externe Verlinkungen. Die Webapplikation versucht dabei fliessende Übergänge zwischen dem physischen Raum, dem analogem Bestand, den digitalen Sondersammlungen und dem Bibliotheksnetz der SLSP zu schaffen.

Tools & Technologie: Figma, Bubble.io, Cinema4D, Illustrator, Three.js

Art der Arbeit: Bachelorarbeit, Prototyp Webapp.

Format: Desktop und Mobile

Bibliothek

Problemstellung

Die aus der Zusammenarbeit entstandene Webapplikation versucht fliessende Übergänge zwischen dem physischen Raum, dem analogen Bestand, den digitalen Sondersammlungen und dem Bibliotheksnetz der SLSP zu schaffen.


 

 

Kollaborationspartner:innen
Tabea Lurk: Leiterin der Mediathek Basel, Kunsthistorikerin und Informationswissenschaftlerin.
Jürgen Enge: Abteilungsleiter IT an der Mediathek HGK FHNW.



 

Mentor:in
Flavio Lötscher: UX Consultant und Psychologe, unterstützend im Bereich User Experience.
Susanne Hofer: Selbständige Filmemacherin, im Bereich Mixed Media tätig, unterstützend in Kommunikation und Storytelling.

Prozess

Sechs Monate bieten sehr viel Zeit, um Neues auszuprobieren, Richtungen einzuschlagen und diese zu validieren. Oben sind die wichtigsten dieser Entscheidungen in einem Flowchart visualisert.

Die Arbeit begann mit der Findung des richtigen Kollaborationspartners. Darauf folgten die Auseinandersetzung mit den hauseigenen Daten und Interviews mit den Kollaborationspartner:innen. Nach einer ersten Konzeptionsphase wurde ein erster Prototyp in Figma und ein 3D Raummodell in Cinema4D erstellt. Um ein realitätsgetreues Erlebnis zu schaffen, das auch mit Nutzern getestet werden kann, wurde Zeit in einen zweiten, logikbasierten Prototypen mit Bubble.io investiert. So konnten echte Daten aufbereitet und in den Prototyp eingespiesen werden. Eine wichtige Funktion der Arbeit ist die Suchleiste des Prototyps. 

Der Prototyp umfasst drei unterschiedliche Ansichten:  

Die Ansicht von oben: Dient als direkter Einstieg in die Recherche und der Orientierung im Raum. Es lassen sich auch regalübergreifende Schlagwörter visualisieren.

Die Ansicht im Regal: Dient der Auffindung eines gewünschten Mediums im Regal, aber auch der ortsabhängigen Entdeckung ähnlicher Medien und dem Verständnis der Sortierlogik und Verschlagwortung.

Die Ansicht in Schwarz: Stellt den digitalen Raum der Sondersammlungen der Mediathek dar. Diese erweitern die analogen Medien der Mediathek und werden so in den Raum eingebunden.

Das Konzept wurde hauptsächlich im Desktopformat umgesetzt. Um eine geräteübergreifende Lösung zu schaffen, wurde mit einem QR-Code gearbeitet. Wird dieser beispielsweise mit dem Smartphone gescannt, können gerade recherchierte Medien in einem „Bücherstapel-Feature“ gespeichert werden und diese mithilfe des Smartphones ausfindig gemacht werden.

 

Weitere Informationen zum Konzept und dem Prozess sind zusammenfassend in der Dokumentation zu finden.

 

Reflexion

Der Projektumfang war relativ komplex. Viele Ideen wurden vorgeschlagen und skizziert. Besonders gefordert haben mich die Datengrundlage der Mediathek, die zwar vorhanden, aber für das Projekt aufgearbeitet werden musste. Daher haben wir uns besonders auf ein einziges Regal fokussiert. Die schiere Anzahl an darzustellenden Informationen, Klassifizierungen/Verschlagwortung und die Darstellung der regalübergreifenden Inhalte stellen immer noch eine Herausforderung dar. Das Projekt ermöglichte es gross zu denken und futuristische Ideen zu skizzieren, die mit der vorhandenen Datengrundlage möglich wären, auch wenn sie bis dato nicht im finanziellen Budget des Umsetzbaren stehen.

Besonders Spass hat mir die Arbeit mit dem 3D-Modell und die geräteübergreifende Bücherstapel-Funktion bereitet.